Fütterung der Wildvögel

:35hfgnbc:

Re: Fütterung der Wildvögel

Beitragvon Deshojo » 15. Nov 2011, 20:24

Der NABU lehnt eine Ganzjahresfütterung wildlebender Vögel ab

Die Natur ist kein Freiluft-Zoo

P.S. Aus dem Impressum der Wildvogelhilfe.org

"Bei dem Projekt "Wildvogelhilfe" handelt es sich nicht um einen Verein oder eine Organisation, sondern um einen Zusammenschluss dreier Vogelfreundinnen, die versuchen, den Tieren so gut wie möglich zu helfen."
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Re: Fütterung der Wildvögel

Beitragvon faustusnight » 15. Nov 2011, 22:29

am anderen ende unserer ortschaft ist ein wald,und da seh ich jeden tag eichelhäher wenn ich mit dem trojan spazierengehe.ich hab die das erstemal so richtig wahrgenommen in kroatien auf der insel krk.da sind soviele eichelhäher,und es ist unglaublich was die für ein geschrei machen wenn sich die streiten.ich nehme an,daß sie sich streiten,weil sie so schreien.vielleicht plaudern die nur.weiß man ja nicht :jaaa: :jaaa:
liebe grüße,fausti
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Re: Fütterung der Wildvögel

Beitragvon Gandorf » 15. Nov 2011, 23:10

Deshojo hat geschrieben:
Orchi hat geschrieben:Du hast ja einen Vogel-Flughafen.
Bei allem Respekt, ich sehe auf den Bildern nur Passeridae (Sperlinge, Spatzen), die, ähnlich wie Tauben, mittlerweile aus reiner Bequemlichkeit die Nähe des Futterspenders "Mensch" suchen.


Man kann sich leicht täuschen: Hausspatz:
Nach deutlichen Bestandsrückgängen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts vor allem im Westen Mitteleuropas wurde die Art in die Vorwarnliste bedrohter Arten aufgenommen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Haussperling
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Re: Fütterung der Wildvögel

Beitragvon Gandorf » 15. Nov 2011, 23:20

Deshojo hat geschrieben:P.S. Aus dem Impressum der Wildvogelhilfe.org

"Bei dem Projekt "Wildvogelhilfe" handelt es sich nicht um einen Verein oder eine Organisation, sondern um einen Zusammenschluss dreier Vogelfreundinnen, die versuchen, den Tieren so gut wie möglich zu helfen."


Es gibt auch akademisch hochdekorierte Ornithologen, die sich dafür aussprechen:

Angepasste Ganzjahresfütterung - empfohlen von dem bekannten Ornithologen Prof. Peter Berthold - ist hierzulande ein noch weitgehend unbekanntes Thema, an das Vogelliebhaber erst noch herangeführt werden müssen. Deshalb erfolgt der Start in die angepasste Ganzjahresfütterung sinnvoller Weise im Herbst, wenn das Thema Wildvogel-Fütterung ohnehin in das Bewusstsein der Tierliebhaber rückt.

Prof. Peter Berthold hat zusammen mit Gabriele Mohr ein hochinteressantes Buch verfasst, das sich intensiv mit der Fütterung wild lebender Vögel auseinandersetzt: „Vögel füttern - aber richtig“ (Kosmos-Verlag Stuttgart, ISBN 3-440-10800-7). Dieses Buch passt ideal zu einer Ganzjahrespräsentation von Wildvogelfutter.


Die bekannten Vorbehalte gegen die Wildvogelfütterung wurden durch Untersuchungen in England widerlegt:

Singvögel werden nicht von Futterstellen abhängig,
die natürliche Selektion wird nicht beeinflusst,
es profitieren auch seltene bzw. gefährdete Arten von festen Futterstellen,
Vögel füttern ihren Nachwuchs nicht mit ungeeigneter Nahrung.

Zu den Ergebnissen der Untersuchungen „Garden Feeding Survey“ und „Garden Bird Watch Programme“, durchgeführt vom British Trust for Ornithology gehört die Aussage: Eine ganzjährige sichere Nahrungsquelle schützt Vögel in der kalten Jahreszeit vor dem Verhungern und kann dazu führen, dass sie im Sommer noch einmal brüten, wodurch sich ihre Bestände erhöhen können.


Mehr dazu: http://www.zza-online.de/artikel/071030.html
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Re: Fütterung der Wildvögel

Beitragvon unkrauthex » 16. Nov 2011, 14:07

"Zu den Ergebnissen der Untersuchungen „Garden Feeding Survey“ und „Garden Bird Watch Programme“, durchgeführt vom British Trust for Ornithology gehört die Aussage: Eine ganzjährige sichere Nahrungsquelle schützt Vögel in der kalten Jahreszeit vor dem Verhungern und kann dazu führen, dass sie im Sommer noch einmal brüten, wodurch sich ihre Bestände erhöhen können."

Gandorf, den Veröffentlichungen und vor allem dieser Aussage des British Trust for Ornithology stimme ich auch voll zu!
Es wird auch öfters darauf hingewiesen, dass adulte Tiere überwiegend von Samen und Körnern leben. In einer Veröffentlichung von ??? hab ich mal gelesen: Versuchen sie einmal die Menge Samen und Körner in Ihrem Garten zu ernten, die ein Kanarienvogel an einem Tag frisst. Als Volumen ist dies ein gehäufter Eßlöffel. ich denk mal, dass der Samenvorrat aus meinen Pflanzen dür die Piepmätze in unserem Garten da für keine Woche reichen würde.

NABU, sonderbarerweise als Nachfolger vom Deutschen Vogelschutzbund, spricht sich gegen Sommerfütterung aus. Aber warum verkaufen sie dann Ganzjahresfutter? Deren Shop hat jedenfalls einen Umfang wie er nur selten zu finden ist.

Und das Vorhandensein bzw. Auftreten der Vögel ist doch regional sehr unterschiedlich: In der "roten Liste" Bayern 2010 waren unter anderem Feldsperling und Haussperling zu finden, noch keine Meisen. Bei uns hier sind Spatz und Meise sehr häufig anzutreffen. Im Garten meiner Hausherrin vom Geschäft gibts höchstens mal ne Meise oder ne Amsel zu sehen.

Unsere Fütterung:
Wir haben eine Sommerstelle, das ist etwas abseits vom Haus am Gebüschrand eine erhöhtes Brett auf das ich eine Fertigmischung streue. Ab und an landet auch mal ein Apfelrest (von nem angefaulten) darauf.
Im Herbst schneiden wir außer dem Chinaschilf nix ab. Aber spätestens Mitte bis Ende November sind dann kaum noch Samen in den Blütenständen. Auch Vogelbeere, Sanddorn, Weißdorn und Liguster etc. sind restlos abgeleert.
Wenn die Beeren zum Großteil abgefressen sind wird Winterfutter gegeben. Fettfutter, Meisenknödel, Ernüsse, Sonnenblumenkerne, eine Tonschale mit Haferflocken mit ein bischen Öl verrührt (damit die Flocken nicht zu fliegen anfangen).
Wenn die Vögel zu Brüten beginnen wird auf Sommerfütterung umgestellt.
Die Sommerfutterstelle wird hauptsächlich morgens (da seh und vor allem hör ich die Bande vom Schlafzimmerfenster aus), unter tags so gut wie nie besucht. Jedenfalls hab ich tagsüber nur sehr selten Vögel beobachtet. Allerdings ist das Futter nach 2-3 Tagen weggefressen.

Dem Füttern ab geschlosser Schneedecke kann ich nichts abgewinnen, denn spätestens im Januar ist auch in schneefreien Wintern der Boden steinhart gefroren, da kann kaum ein Vogel was aufpicken.

Mein Mann versorgt das große Vogelhaus ab November bis Ostern. Die Woche nach Ostern ist zum Haus wegräumen ein fester Termin.
Der Rest des Jahres ist meine Sache, da GG meine Meinung über Ganzjahresfütternugn nicht teilt.


Tut mir (kein bisschen) leid dass es so viel geworden ist. Aber ist steh halt leidenschaftlich zur Ganzjahresfütterung und vor allem zu "meinen" Piepmätzen!
Außerdem behaupte ich jetzt der Einfachheit halber mal : "BILLA IST SCHULD!". Sie hat zur Diskussion aufgerufen.


mit der Hoffnung den/die eine/n oder andere/n für eine erweiterte wenn schon nich ganzjährliche Fütter zu gewinnen

Christine
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Re: Fütterung der Wildvögel

Beitragvon Billabong » 16. Nov 2011, 14:58

Hehehe...genau, ich bin schuld. :mrgreen:

Ich find die Diskussion sachlich! :greensmilies006:

Lidschattenapplikator aus Schaumstoff = Gucklochgröße ca. 5mm. Reicht für die Linse der Cam. Vorausgesetzt du triffst das Loch.
Pah, dann eben nicht *g :roll:
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Re: Fütterung der Wildvögel

Beitragvon Deshojo » 16. Nov 2011, 18:34

Gandorf hat geschrieben:Mehr dazu: http://www.zza-online.de/artikel/071030.html


Die Quelle ist gut! :mrgreen:
Dass das Fachmagazin der Heimtierbranche ein verständliches Interesse an einer ganzjährigen Vogelfütterung hat, ist vollkommen klar.

Nur mal zum Nachdenken:

"Zum "Supplier of the Year" im Bereich Logistik ist der Lauenburger Produzent für Vogelfutter Erdtmann gekürt worden. Da Erdtmann gezielt den Trend zur Ganzjahresfütterung von Wildvögeln forciert hat, verzeichnet das Segment Wildvogelfutter seit Jahren ein starkes Umsatzwachstum".

Quelle:

PetNews (Organ der Heimtierbranche und der Zoofachhändler)

Die Firma Christoph & Franz Erdtmann OHG macht jährlich alleine mit Wildvogelfutter einen Millionenumsatz.
Wenn man jetzt die Tierliebhaber dazu überreden könnte, auf die Ganzjahresfütterung umzusteigen, könnte man die Umsätze um ein Vielfaches steigern. Wenn man auch noch einige namhafte Experten verpflichten könnte (gegen ein geringes Entgelt versteht sich) dieses Vorhaben tatkräftig zu unterstützen, käme man diesem Ziel ein gewaltiges Stück näher.

Wie gesagt, einfach nur so zum Nachdenken.

Jetzt mal wieder eine seriöse Quelle, die gute Tipps zur Wildvogelfütterung gibt:

Auszug:

"...Ausreichende Fütterung erst bei geschlossener Schneedecke und gleichzeitigen Minustemperaturen unter – 5 °C. Die Tiere sollten sich ihr Futter so lange wie möglichst selbst suchen, damit sie nicht von der Winterfütterung abhängig werden....

"Ab Anfang März bis Anfang April, je nach Witterung, die Fütterung einstellen, da viele Vögel bereits jetzt mit dem Brüten beginnen: Die Altvögel füttern die Jungtiere mit dem leicht erreichbaren Futter. Der Verdauungstrakt der Jungvögel ist jedoch nur auf leicht verdauliche Insekten eingestellt. Nicht immer verträgt der Nachwuchs die oft schwer verdauliche Kost."

Quelle:

Bayerisches Landesamt für Umwelt
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Re: Fütterung der Wildvögel

Beitragvon Gandorf » 16. Nov 2011, 19:07

@ Pit

Dass Altvögel ihren Jungen unverdauliches Futter füttern, ist von britischen Studien widerlegt worden. Ich finde es schade, dass man an dieser Stelle nicht mehr bemüht ist, wirklich auf dem neuesten Stand zu sein.

Es geht um die Aussagen von Ornithologen wie Prof. Peter Berthold, und die sind nicht nur auf dieser Website zu finden, sondern sind unter andem auch im bayerischen Fernsehen veröffentlich worden.

Während NABU es mit den eigenen Aussagen wohl nicht so genau nimmt, wenn sie trotzdem Ganzjahresfutter verkaufen.

@unkrauthex

Danke, dass du dir die Mühe gemacht hast, deine Erfahrungen so genau zu schildern.
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Re: Fütterung der Wildvögel

Beitragvon unkrauthex » 16. Nov 2011, 20:32

Gandorf, ich hab mich letzten Sommer mit diesem Thema sehr befasst, weil ich seit Winter 2008/09 festgestellt hatte, dass "unsere" Vögle immer weniger wurden.
Zwei lange Hecken waren wegen des Kanalbaus abgeholzt worden. Unser Gemeindeobehaut verkündete auf Nachfrage: wer braucht schon das Getrüpp (Pfaffenhütchen, viele Schlehen und Wildrosen und einige mir unbekannt). Ein paar Spatzenpaar hat unser Garten mit aufgenommen. Wo der Rest blieb: großen Fragezeigen.
Seit wir ausdauernd füttern werden die Gartenbewohner und vor allem die esucher stetig mehr.

PS: Heute waren Gruppen von 5-7 Feldsperlingen, 2 Haussperlinge, eine Kohlmeiseninvasion, eine Blaumeise und eine Amsel am vormittag zum Futter fassen da. Das war in der Stunde als ich gekocht habe, also ca. 10.00 bis 11.00 UIhr.
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Re: Fütterung der Wildvögel

Beitragvon Deshojo » 17. Nov 2011, 10:12

Gandorf hat geschrieben:Dass Altvögel ihren Jungen unverdauliches Futter füttern, ist von britischen Studien widerlegt worden. Ich finde es schade, dass man an dieser Stelle nicht mehr bemüht ist, wirklich auf dem neuesten Stand zu sein.

Für eine Quellenangabe wäre ich Dir sehr dankbar

Gandorf hat geschrieben:Während NABU es mit den eigenen Aussagen wohl nicht so genau nimmt, wenn sie trotzdem Ganzjahresfutter verkaufen.

Auch hier wäre ich für eine Quellenanangabe sehr dankbar

Gandorf hat geschrieben:Es geht um die Aussagen von Ornithologen wie Prof. Peter Berthold, und die sind nicht nur auf dieser Website zu finden, sondern sind unter andem auch im bayerischen Fernsehen veröffentlich worden.

Gibt es in Deutschland außer Berthold und Mohr eigentlich noch andere Fachleute, die Publikationen über die Ganzjahresfütterung veröffentlicht haben?

P.S. Was sagst Du eigentlich zu meiner "Erdtmann-Theorie"?
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Re: Fütterung der Wildvögel

Beitragvon Deshojo » 17. Nov 2011, 13:59

Sie heute zu mir: "Ey Alter, gibt´s schon was zu futtern?"
Ich zu ihr: "Ich glaub, Du hast wohl ne Meise, komm im Winter wieder."

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Re: Fütterung der Wildvögel

Beitragvon Billabong » 17. Nov 2011, 14:13

...*prust*...ein Meisenpunk. GUAD! :greensmilies143:
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Re: Fütterung der Wildvögel

Beitragvon Deshojo » 17. Nov 2011, 14:19

Nur zur allgemeinen Info!

Voraussichtlich ab Mitte Dezember wieder geöffnet:

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Re: Fütterung der Wildvögel

Beitragvon Gandorf » 17. Nov 2011, 15:29

Quellen sind natürlich immer heiß begehrt.

Auf alle verkauft NABU genau das Buch, in dem sich Prof. Berthold für die Ganzjahresfütterung ausspricht:

Wer den gefiederten Gästen gutes Futter anbietet, kann nicht nur Rotkehlchen, Blaumeise & Co. aus der Nähe beobachten, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Vogelschutz.
- geeignete Futterstellen anlegen
- gutes Vogelfutter und gesunde Mischungen
- Porträts aller Vogelarten, die regelmäßig Futterstellen besuchen
- Aktuelle Entwicklungen zur Ganzjahresfütterung
Kartoniert, ca. 120 Farbfotos, 17 x 22,9 cm, 96 S.


http://www.nabu-natur-shop.de/Buecher-u ... ogelfutter

Die scheinen das gut zu finden :)
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Re: Fütterung der Wildvögel

Beitragvon Deshojo » 17. Nov 2011, 15:51

Gandorf hat geschrieben:...Auf alle verkauft NABU genau das Buch, in dem sich Prof. Berthold für die Ganzjahresfütterung ausspricht...
Die scheinen das gut zu finden :)

Sorry Gandorf,
aber solche Statements fallen für mich unter die Rubrik "Totschlagargumente".

Wenn Nabu Bücher von Leuten, die anderer Ansicht sind, verkauft, dann ist das doch eher ein Zeichen dafür, dass man deren Meinung nicht einfach totschweigt, sondern dem interessierten und mündigen Leser zugänglich machen möchte. Dieser kann sich dann einfach seine eigene Meinung bilden.
Das wiederum spricht schon mal deutlich für den Naturschutzbund.

P.S. Ganzjahresfutter kann ich im Shop des NABU beim besten Willen einfach nicht finden. Auch in deren Suchfunktion bringt der Begriff "Ganzjahresfutter" kein Ergebnis.

Noch mal zu meiner anderen Frage:
"Was hältst Du von der gewinnbringenden Vermarktung der Ganzjahresfütterung (siehe Erdtmann...)?"
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Re: Fütterung der Wildvögel

Beitragvon Gandorf » 17. Nov 2011, 23:34

Ich denke mir, dass Ornithologen mit Ganzjahresfutter kein Geld machen. Und um so einen handelt es sich ja.

Wenn NABU schreibt "neue Erkenntnisse zur Ganzjahresfütterung" dann revidiert dieses Buch wohl laut NABU die alten Erkenntnisse zur Ganzjahresfütterung.

*Entweder* Ganzjahresfütterung ist NICHT hilfreich und NABU macht TROTZDEM Kohle mit dem Buch. Dann ist der Verin ziemlich korrupt.

*Oder* sie stehen zu den Produkten mit denen sie im Shop Geld machen, dann sind sie wohl doch für Ganzjahresfütterung.

Aber Deshojo, dich will ja niemand zwingen für Vogelfutter Geld auszugeben.
Du machst mir auch nicht den Eindruck jemand zu sein, der es nicht aushält, wenn manche deine Einstellung zur Vogelfütterung "schade" finden.

Schöne Fotos, übrigens. Meine Kamara ist leider nicht so entfernungstauglich wie mein Fernglas.
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Re: Fütterung der Wildvögel

Beitragvon Deshojo » 18. Nov 2011, 11:26

Gandorf hat geschrieben:Ich denke mir, dass Ornithologen mit Ganzjahresfutter kein Geld machen. Und um so einen handelt es sich ja.

Dass Erdtmann Ornithologe ist, wäre mir neu... Erdtmann ist ein gewiefter Geschäftsmann, der mit der Ganzjahresfütterung einen Batzen Geld verdient. :mrgreen:

Gandorf hat geschrieben:Wenn NABU schreibt "neue Erkenntnisse zur Ganzjahresfütterung" dann revidiert dieses Buch wohl laut NABU die alten Erkenntnisse zur Ganzjahresfütterung.

NABU rezidiert doch nur aus der Inhaltsangabe des Buches, gibt dem potentiellen Leser/Käufer lediglich einen kurzen Überblick über den Inhalt und stellt doch hier nicht seine eigene Meinung bzw. Haltung zur Schau.
Jeder Artikel, der irgendwo verkauft wird, wird beschrieben - das ist auf der ganzen Welt so.
Das Buch wird angeboten, damit es verkauft wird - das ist legitim, hat aber mit der NABU eigenen Meinung und Haltung nichts zu tun.

Gandorf hat geschrieben: Dann ist der Verin ziemlich korrupt.

Unsachlicher geht es nicht mehr, sorry.

Du machst mir auch nicht den Eindruck jemand zu sein, der es nicht aushält, wenn manche deine Einstellung zur Vogelfütterung "schade" finden.

Sobald alle verifizierbaren und sachlichen Argumente ausgehen, geht es, wie schon mal erwähnt, auf der persönlichen Schiene weiter, das finde ich wiederum wirklich außerordentlich bedauerlich. An unsachlichen Diskussionen bin ich nicht weiter interessiert. :greensmilies167:
Deshojo
 

Re: Fütterung der Wildvögel

Beitragvon Billabong » 18. Nov 2011, 11:54

Hi,

Gandorf hat geschrieben: Dann ist der Verin ziemlich korrupt.


Unsachlicher geht es nicht mehr, sorry.

Gannis Satz ist eine Schlussfolgerung. Dass sie eine Wertung beinhaltet, ist korrekt - Pit, mit "gewiefter Geschäftsmann" wertest du zB aber auch, und warum wollten Wertungen auch wegbleiben? Hauptsache, es sind genügend sachliche Argumente in einer Diskussion drin, oder?

Wir sind ja hier nicht in einer wissenschaftlichen Arbeitsgruppe, sondern diskutieren möglichst sachlich in einem Internetforum. :greensmilies165:


Du machst mir auch nicht den Eindruck jemand zu sein, der es nicht aushält, wenn manche deine Einstellung zur Vogelfütterung "schade" finden.


Sobald alle verifizierbaren und sachlichen Argumente ausgehen, geht es, wie schon mal erwähnt, auf der persönlichen Schiene weiter, das finde ich wiederum wirklich außerordentlich bedauerlich. An unsachlichen Diskussionen bin ich nicht weiter interessiert. :greensmilies167:


Darf ich das versuchen auseinanderzupflücken?

Ganni, du sagst quasi: "Pit, ich denke, es macht dir als Mensch nichts aus, wenn jemand deine Meinung nicht teilt. Und dazu zwingen, sie zu ändern kann dich niemand." (Korrigier mich bitte, wenn ich falsch verstanden habe, oki?)
Ich "übersetze" das sogar als: "Pit, du hast mE kein Problem damit, wenn jemand deine Einstellung kritisiert". Ist ein Lob, eine nette Vermutung.

Pit, ist dir das wirklich zu persönlich? Und der Diskussion abträglich? Entschuldige dann kurz meinen humorvollen "Ausflug": Das fände ich schade *grins* - aber ihr macht mir alle nicht den Eindruck, als ob ihr euch übermäßig belasten lassen würdet von

* einer hier von Pit verlassenen Diskussion
* einer Diskussion, die nicht gemein wird, aber durchaus persönliche Elemente haben darf
* gar keiner Diskussion mehr über dieses Thema

Ich nehme die Elemente und Links dieser Diskussion als Input, dafür THX - wie tief ich in die Thematik reingehe und wann, überlasse ich mir allein. Aber ohne die Diskussion würd mir ein Stück potentieller Input fehlen.

So, und nun macht, was ihr wollt, aber bleibt nett :mrgreen:

Grüßle
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Re: Fütterung der Wildvögel

Beitragvon Billabong » 18. Nov 2011, 12:02

Ich finde, ein nächster Schritt könnte mal ein Googeln nach anderen dt. Wissenschaftlern sein, wie Pit oben gefragt hat:
Gibt es in Deutschland außer Berthold und Mohr eigentlich noch andere Fachleute, die Publikationen über die Ganzjahresfütterung veröffentlicht haben?


Ich gucke mich grad ein klein wenig nach britischen Studien um, aber da wird's schon problematisch werden, wenn ich zB nicht alles auf Deutsch finde. In meiner Freizeit wissenschaftliche Studien fürs Forum ins Deutsche übersetzen, ist zeitlich nicht drin :zwink:

Aber ich gucke grade hier ein wenig:
http://www.ornithology.bham.ac.uk/staff ... olds.shtml

Das hier ist nur ein kleiner Artikel im Star, also weniger seriös:
http://www.thestar.com/news/sciencetech ... -scientist

Nur mal zum Nachdenken:

"Zum "Supplier of the Year" im Bereich Logistik ist der Lauenburger Produzent für Vogelfutter Erdtmann gekürt worden. Da Erdtmann gezielt den Trend zur Ganzjahresfütterung von Wildvögeln forciert hat, verzeichnet das Segment Wildvogelfutter seit Jahren ein starkes Umsatzwachstum".

Quelle:

PetNews (Organ der Heimtierbranche und der Zoofachhändler)

Den PetNews-Link hab ich mir durchgelesen - da klingt halt verstärkt der Kommerz durch. Jetzt würd ich gern Links finden, in denen mir nochmal ganz klar gemacht wird, inwiefern eine Ganzjahresfütterung den Vögeln SCHADEN kann. Bisher kenne ich als Argumente: Abhängigkeit, eventuell falsches Futter für die Brut oder auch nicht.


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Re: Fütterung der Wildvögel

Beitragvon Gandorf » 20. Nov 2011, 18:52

Billa hat Recht.

Danke für die Übersetzung vom Deutschen ins Deutsche ;)

Mit Ornithologe meinte ich Berthold, nicht Erdtmann. Sollte zweiterer aus Profitdenken argumentieren, heißt das ja nicht automatisch, dass Berthold nicht trotzdem wissenschaftlich recht hat.
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Re: Fütterung der Wildvögel

Beitragvon faustusnight » 20. Nov 2011, 21:48

da würde ich auch erschrecken,aber ich war ja den eichelhähern auch nicht böse wie sie das amselnest geplündert haben.
wer weiß was sich der kleine vogel erspart hat. :-) :zwink:
in der natur sind eben eigene gesetze,und das ist auch gut so.
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Re: Fütterung der Wildvögel

Beitragvon Svenson » 20. Nov 2011, 23:38

Billa, das hast Du fein geschrieben! :greensmilies006:
Wie gesagt, dies ist ein Forum zum Meinungsaustausch und nicht zum Meinungsaufzwang.

Jeder hat eben nicht immer die selbe Einstellung.

Ganzjahresfutter kann auch ganz einfach aussehen, man kann Sonnenblumen anpflanzen, sowie auch Hirse, man kann Insektenhotels im Garten bauen, wo auch die Vögel hier ihren Imbiss finden.
Auch das ist eine Ganzjahresfutterbar. Und wenn dann mal ab und an auch zusätzlich mal gefüttert wird mit dem Auslegen von Körnern, finde ich auch hier nichts verwerfliches dranne.

Hauptfütterung sollte aber wirklich im Winter sein finde ich schon, zumindestens in den größeren Mengen.

Mal einige kleine Portionen im Garten verteilt anzubieten finde ich aber vollkommen in Ordnung, allerdings ruhig mal mit Plätzetausch, damit sich die kleinen Rackerle nicht zu arg daran gewöhnen.

Zumal man auch so die Vögel in den Garten locken kann um dann auch mal Schadinsekten zu fressen, wie Raupen, Läuse etc., dann beginnt hier wieder ein natürlicher Kreislauf ohne Gifteinsatz und man gärtnert auf biologischer Art und Weise in Zusammenarbeit mit den Fluggenossen.
Es ist immer eine Sache in welchem Maße man dies betreibt und dann ist es in meinen Augen eine positive Auslegung.

Hier geht es ja nicht darum wer hat Recht, hier geht es um den Austausch und ich finde andere Erkenntnisse immer mal interessant um sich neue Gedanken zu machen und nicht zu verstumpfen, es gibt nichts schlimmeres als sich gedanklich festzufahren, darum ist diese Diskussion schon wieder Gold wert!

Also habt Euch alle lieb! :bg: :blustrau:
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Schamanenkraut und drei mal drei die Zauberei,
fertig ist der Kräuterbrei!

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Re: Fütterung der Wildvögel

Beitragvon Svenson » 20. Nov 2011, 23:49

Wolke, na hier ist dann die Vogelfutterbar zur Vogel-Vogelfutterbar geworden.
Nunja, bietest also ein umfangreiches Menü auf Deiner Karte an wah? :110_midi04:

Im Ernst, ist traurig, aber auch ganz normal, für uns zwar grausam zu sehen, nunja. Das ist die Natur und auch gut so.

Deshojo, Dein zweitletztes Meisenbild ist genial. Die sieht aus, als wolle sie gleich zum Angriff starten.
"ACHTUNG, die Vögel!" :bg:
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Re: Fütterung der Wildvögel

Beitragvon Gandorf » 21. Nov 2011, 13:02

Mein Vogelfuttertagebuch verlief bis jetzt ungefähr folgendermaßen:

Mitte September: 1 Futterspender und ein paar Meisenknödel rausgehängt. Kein nennenswerter Verbrauch.

Ende September: kleine Gruppe Grünfinken, Blau- und Kohlmeisen, eine Schwanzmeise, ein regelmäßiger Kleiber
2 Futterspender und ein Vogelhäuschen in Betrieb. ein paar Meisen Knödel werden langsam beknabbert.

Anfang November- bis vor einer Woche: Einfall der Grünfinken.
Ein großer Schwarm Grünfinken kommt bei Tagesanbruch. Im Schlepptau: Feldsperlinge und ein Rotkehlchen.
2 Futterspender, ein Vogelhäuschen, ein ERdnussnetz, selbstgemachte Meisenknödel (mit Quark und Ei), und Streufutter auf dem Boden, Elstern fressen die Reste der Meisenknödel auf dem Boden und fettgetränkte Haferflocken
(ich könnte 2x am Tag nachfüllen und es würde immernoch leer werden)

Dann der Bruch:
Über Tage hinweg kaum ein Grünfink zu sehen. Was ist da los?
1. Ein Sperber hat sich vielleicht sehen lassen und angebliche sind die danach lange Zeit verschwunden.
2. In der Nachbarschaft fütter endlich noch jemand und ich bin nicht mehr die Einzige?
3. Ich bin von Schwarzen SB-Kernen auf getreifte SB-Kerne umgestiegen. Aber das kann nicht ernsthaft soviel ausmachen?

Für mich ist der Zustand ganz in Ordnung. Aber neugierig bin ich, was die Ursache ist.

Aktuell:
kleine Gruppe Grünfinken, kleine Gruppe Feldsperlinge (sind aber von SB-Kerne auf Knödel umgestiegen),
ein Elsterpärchen kommt immernoch regelmäßig und frisst Knödelstücke, geknackte Walnüsse und Fettfutter vom Boden,
ein Igel kommt nachts und macht den Boden ganz sauber,
ein Rotkehlchen, ein Kleiber, Blau- und Kohlmeisen

Interessant auch: Das Rotkehlchen kommt nur in Begleitung der "banalen" Finken. Es scheint diese SIcherheit zu brauchen.

Die Meisenknödel sind beliebter seit ich mehr von denen aufgehängt habe. Vögel scheinen gern gemeinsam zu fressen und haben beim Suchen schneller ein Erfolgserlebnis.
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Re: Fütterung der Wildvögel

Beitragvon faustusnight » 21. Nov 2011, 13:49

jetzt kommt noch ein igel? ist es bei dir so warm?
bei uns schlafen alle,hoffe ich zumindest :roll:
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