Hochbeete aus Paletten nicht zu empfehlen

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Hochbeete aus Paletten nicht zu empfehlen

Beitragvon thomash » 1. Mai 2012, 10:02

Hallo

Obwohl mir die nachfolgenden Punkte im Vorfeld bekannt waren, hab ich mich für ein Palettenhochbeet entschieden.
Am Ende erkläre ich wieso - vermutlich nur für mich - das Palettenhochbeet ideal ist.

6 qm Hochbeet für ca. 120 € inkl. Erde klingt verlockend aber!!!!!

Bild


Der Bau eines Palettenhochbeetes muss gut überlegt sein, denn es können einer Vielzahl Probleme auftreten.
Nachteile:
  • zu teuer, wenn man folgendes mitberechnet: Insgesamt mit Folie, Farbe, Verbindungswinkel und gerechnet auf die kurze Haltbarkeit
  • ist häßlich und sieht billig aus, zusätzliche Bepflanzung der Seitenwände ist empfohlen.
  • Das Hochbeet wird zu hoch und/oder zu breit. Insbesondere für kleinere Personen nicht geeignet.
  • Muss ggfs. eingegraben werden - falls zu hoch. Hoher Aufwand, außerdem verrotet das Hochbeet in der Erde schneller.
  • Billiges Holz verwittert schnell
  • Muss zusätzlich innen mit Folie ausgekleidet werden, um den Verrotungsprozess zu reduzieren.
  • Sollten von außen mit Holzschutz bestrichen werden.
  • Bedarf gigantischer Mengen an Substrat (Erde, Holz, Kompost etc.)


Vorteile:
  • Billig in der Anschaffung
  • Für mich optimale Arbeitshöhe.
  • durch seine Höhe kann es kleinere Büsche überragen und Sonne in schattige Beet bringen
  • schnell zusammengeschraubt auch für ungeübte Handwerker machbar.
  • als Schallschutzwand geeignet
  • als Sichtschutz geeignet
  • man kann viel Holz darin verbergen und kompostieren lassen

Gesamtnote: Nicht empfehlenswert
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Re: Hochbeete aus Paletten nicht zu empfehlen

Beitragvon thomash » 1. Mai 2012, 10:17

Wieso ich dennoch eines gebaut habe:
In dieses Frühjahr wurden 2 x 20 M. Fichten und 12 x 12 m. Eschen bei uns im Garten gefällt.
Das Holz ging an Bekannte und Nachbarn, aber die dünnen Äste wollte natürlich keiner haben.

Ich hatte demnach mehrere Optionen:
  • Äste im "Möchtegernwald liegen lassen. Es hääte aber Jahre gedauert bis diese an dem trockenen Steilhang kompostiert wären und da dieser dieses Jahr noch bepflanzt werden soll kam es nicht in Frage.
  • 4 qm feingehächselte Äste mit einem einfachen Schubkarren zum 1km entfernten Häckselplatz bringen - nicht mir mir.
  • ein Hochbeet bauen und daran das Holz verschwinden lassen.

Da durch die Neubepflanzung mein Gartenbudget ausgereizt war, blieb nur eine Billighochbeet Variante über.
Auch Teichfolie im innern und Schutzfarbe außen hab ich verzichtet zum Kosten sparen,
denn spätestens in 2 Jahren soll das Hochbeet durch eines aus Douglasie ersetzt werden.
Die Winkel kann ich dann wiederverwenden und die Paletten haben mich gerade mal 30 € inkl Anfahrt gekostet.

Ferner hab ich von der Terasse (Untergeschoss) aus einen Blickschutz und Lärmschutz zur Straße.

Für mich war es die richtige Lösung - aber empfehlen würde ich es nicht.

Falls Ihr dennoch mehr über den Bau etc. wissen wollt, kann ich gerne noch mehr dazu berichten inkl. Bilder.
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Re: Hochbeete aus Paletten nicht zu empfehlen

Beitragvon faustusnight » 1. Mai 2012, 11:06

wieso findest du dein hochbeet häßlich? ich mein,es schaut sehr originell aus.
ein teures hochbeet ist ja auch keine augenweide.es soll doch nur seinen zweck erfüllen.
mir gefallen ja die kübeln in denen meine tomaten wachsen auch nicht sehr gut,und die tomatenpflanzen sind ja wirklich keine schönheiten.wenn man nur was schönes haben will darf man nur schöne blumen und sträucher pflanzen. :zwink:
liebe grüße,fausti
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Re: Hochbeete aus Paletten nicht zu empfehlen

Beitragvon Venus » 1. Mai 2012, 11:15

Eine sehr interessante Ausführung.. Tomash :good:

Ich spiele schon lange mit den Gedanken, mein zurkünftiges Hochbeet mit Paletten zu bauen....was mich trotz deiner Beschreibung auch nicht davon abbringen wird, weil

...es genau meine Arbeitshöhe ist und von beiden Seiten begehbar wird
...das Holz so vorbehandelt wird, dass eine schnelle Verrottung nicht möglich ist.
...es von aussen mit OSB3 Platten verkleidet wird, die wiederum behandelt werden.
...um eine Verrottung am Boden vorzubeugen bekommt es unterhalb einen Betummantel

Was für dich "nicht empfehlenswert" ist, ist für viele eine preiswerte Alternative um überhaupt ein Hochbeet zu haben, weil das ja auch eine Sache des Geldbeutels ist. Da wird eben ein bischen mehr Geld in das Palettenhochbeet investiert und die kleine Gärtnerseele freut sich dann wie ein Schneekönig darüber :zwink:
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Re: Hochbeete aus Paletten nicht zu empfehlen

Beitragvon thomash » 1. Mai 2012, 11:33

Spätestens, wenn es bepflanzt ist wird es mir auch gefallen.
Außerdem wird das Holz mit der Zeit noch nachdunklen.

Offenbar gibt es auch für andere gute Gründe ein Hochbeet aus Paletten zu bauen.

Empfehlung:
Bevor man sich jedoch entgültig für Paletten aus Baumaterial entscheidet, sollte man in einem nahegelegenen Sägewerk den Preis für Douglasie erfragen.
In Sägewerken ist das Holz deutlich billiger als im Baumarkt und da streichen, Teichfolie und auch teuere Winkelverbindungen wegfallen evt doch eine Alternative wert.

Ich werde heute Nacht noch einige Bilder vom Bau und weitere Tipps einstellen. Jetzt muss ich aber erst wieder in den Garten.
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Re: Hochbeete aus Paletten nicht zu empfehlen

Beitragvon unkrauthex » 1. Mai 2012, 11:49

Thomash, deine Paletten sind einfache Paletten, oder? Ich denk mir das, weil die Oberesite der Palette für ne EURO-Palette zu dicht beplankt aussieht. EURO-Paletten, die man leider nur schwer kostenlos bekommt sind um ein Vieles haltbarer als Einwegpaletten, die es relativ oft kostenlos gibt.

EURO-Paletten (die haben immer einige "euro"-Stempel drauf!) halten ne kleine Ewigkeit. 2Stück liegen auf der Erde auf, zum Liegestuhl draufstellen oder nur zum draufsitzen. Die untere sieht nach 5 Jahren etwas mitgenommen aus, an einem Ende beginnt sie morsch zu werden. Die hält aber sicher noch 2 Sommer durch. EURO-Paletten sind im Gegensatz zu den Einwegpaletten nicht aus frischem Weichholz gefertigt.
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Re: Hochbeete aus Paletten nicht zu empfehlen

Beitragvon thomash » 1. Mai 2012, 13:32

Das ist mir bewußt ... aber Europaletten sind extrem teuer, wenn man sie kaufen muss.
Da könnte ich gleich Douglasie kaufen.

Ich mußte für die einwegpaletten nur 30 euro für die Anfahrt frei Haus zahlen.
Ferner brauchte ich noch 3 qm Erde. Dafür hab ich einen Bauunternehmer angerufen der lieferte mir für 30 Euro 5 qm Lehmboden aus Bauaushub (Gartenlehm aus größerer Tiefe ohne Unkraut).

Ferner hatte ich selber 2 QM feine Gartenerde die ich dann durchmischt habe.

Sicherlich nicht die ideale Beschichtung für ein Hochbeet, aber billig und zugleich gut wasserhaltend was bei Hochbeeten nicht zu vernachlässigen ist (zumal wenn diese volle Sonne haben).
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Re: Hochbeete aus Paletten nicht zu empfehlen

Beitragvon thomash » 6. Mai 2012, 09:12

Hier habe ich noch einige Bilder zum Aufbau un der Kontruktion der Hochbeete, für alle die sich dafür interessieren.

Bilder vom19.03.2012
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Ein Teil der Paletten war damals noch in der Einfahrt.
Die Erde wurde in 2 große Häufen angeliefert. Diese beiden Berge würde alleine ausreichen alle Hochbeete bis oben hin zu füllen. Die restliche Erde wird in mein Sandbeet eingegraben werden, indem im Winter Erdbeeren vertrocknet sind.

Zunächst musste der Boden Spatentief ausgehoben werden, da diese wertvolle Gartenerde als oberste Schicht für das Hobchbeer gebraucht wird und natürlich weil die Hochbeete mit 1m Seitenhöhe zu hoch sind zum gärtnern.

Erde ausheben: Bilder vom 01.04.2012
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Nun kann es losgehen: Bilder vom 01.04.2012
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Eigentlich wäre das ganze 6 m. Hochbbet in 1 bis 2 Stunden aufgebaut, da ich aber 2 Leute brauchte musste ich ständig unterbrechen und habe in der Zwischenzeit das Holz für die Hochbeete Handgehäckselt und teilweise die bestehenden Teile bereits gefüllt.

Bilder vom 06.04.2012
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Man sieht in dem Bild oben, dass ein Teil des Planes aufgegangen ist. Von der Terasse aus wird die Straße verdeckt.

Es geht nur sehr langsam voran, da das ganze Holz der äste der gefällten Bäume von Hand zerkleinert werden musste:( Der Holzhaufen zeigt nur einen Bruchteil der Holzmassen die verarbeitet werden musste.

Bilder vom 09.12.2012
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Am 12.04.2012 war dann endlich Richtfest
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Nun musste vor allem der Wühlmausschutz gemacht werden:

Bilder vom 14.04.2012

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Das Holz wurde sehr sorgfältig geschicht, damit nicht zuviele Hohlräume entstehen in der die ganze Erde versacken kann.

Bilder vom 16.04.2012
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Bild wurde zensiert!!!
Wie man im letzten Bild sieht interessierten sich nicht alle meine Gartennachbarn für unser tun, weil diese stattdessen wichtigeres zu tun hatten:) Die menschlichen Nachbarn waren da schon neugieriger:)

Nachdem ich zwischendruch mich viel um meine Jungpflanzen kümmern musste, meinen Rücken etwas schonen und nach wie vor alles Holz von Hand zerkleinern musste ging es nur langsam voran.
Am 1. Mai war dann endlich alles fertig.

Bilder vom 1. Mai
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Das letzte Hochbeetteil wurde innen mit Folie ausgekleidet, da dieses nicht als Hochbeet sondern als Misthaufen genutzt werden soll und mit der Folie gegen den verstärkten Verrottungsprozess beim Mist entgegengewirkt werden soll. Nach unten blieb es natürlich offen, damit die Mikroorganismen einziehen können.

Wie man sieht sind die Hochbeete nicht ganz gefüllt worden. Dies ist durchaus keine Fehlplanung, denn es steht immer noch eine Menge Erde zur Verfügung
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Wir haben uns jedoch beraten und beschlossen diese Erde für andere Bereiche zu nutzen, in denen wir diese dringend brauchen.
thomash
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Re: Hochbeete aus Paletten nicht zu empfehlen

Beitragvon Gartensummse » 6. Mai 2012, 10:51

Hallo zusammen,
hallo Thomash.

Im Moment bin ich etwas verwirrt und verstehe irgendwie diesen Tread nicht!
In einem anderen Forum hast du dein Hochbeet als Nonplusultra dargestellt und hier redest du dein Projekt mies. :-(

Ich hatte dich auch dort schon angesprochen und es schien mir das ich dir irgendwo drauf getreten habe! :oops:
Interessant finde ich das du hier die fast gleichen Agumente anführst die ich dir versucht habe darzulegen.

Im Ganzen finde ich die Idee mit dem Hochbeet aus Paletten (das EURO lass ich mal weg), originell und nicht schlecht!
Es müssen ja nicht unbedingt EURO-Paletten sein denn die sind in der Regel wirklich recht teuer.
Die heissen übrigens Europaletten weil sie eine Normgröße haben.
Diese wurden auf die Grundfläche von 0,96 Quadratmeter und den Maßen 1200 × 800 × 144 mm festgelegt.
Die Europalette ist UIC-genormt und entspricht den Bestimmungen der European Pallet Association (EPAL).

Einwegpaletten sind viel günstiger, ja sogar oft für 0 Euro zu haben, da sie in der Entsorgung noch Geld kosten.

Von gebrauchten Europaletten würde ich die Finger lassen da sie in ihrem Leben die unterschiedlichsten Güter tragen durften und an verschiedensten Orten gelagert und abgestellt wurden.
Von Chemikalien ,Ölen, Schrauben und anderem Gedöns war da alles drauf! Da läuft mal was aus, es rieselt durch und sie werden in Lachen aus Flüssigkeiten abgestellt! Diese zieht in das Holz und kann bei Wärmeeinstrahlung verdampfen.
Ich möchte kein Gemüse essen was dieser Beeinflussung ausgesetzt wurde!

Wenn Europaletten dann würde ich nur NEUE Paletten empfehlen!!
Diese sind dann aber aus Kostengründen recht teuer und man muß pro Palette etwa 20-25 Euro berechnen!
Bezogen auf ihre Haltbarbeit lohnt sich da nach meiner Meinung ein Kauf nicht.

Bei Einwegpaletten sieht es zwar mit der Haltbarkeit noch schlechter aus aber sie sind oft für "umme" zu bekommen. Diese heißen übrigens so weil sie meist für ganz bestimmte Produkte angefertigt wurden und auf dessen Masse und Gewichte abgestimmt sind!

Dann gibt es noch die Paletten mit den Massen 1140 × 1140 mm für den Einsatz in Containern im Überseeverkehr.
Dabei sollte man aber auch bedenken das man nicht weiß was darauf befördert wurde und wo sie gestanden haben.


lg Clarissa
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Re: Hochbeete aus Paletten nicht zu empfehlen

Beitragvon thomash » 6. Mai 2012, 12:22

Ganz zu Beginn - am Anfang der Planungsphase war ich in der Tat noch etwas überzeugter von dem Projekt.
Innerhalb der Planung (Kostenaufstellung / Aufwandsberechnung) etc. bin ich immer mehr davon abgekommen.
Die Argumente damals waren jedoch andere.

Ferner habe ich innerhalb der Planung auch festgestellt, dass es durchaus relaativ preiswertes aber Witterungsresistentes Holz gibt und damit die Notwendigkeit von der Verwendung der Paletten nicht mehr gegeben ist.

Wie erwähnt habe ich mich aus den angegebenen Gründen dennoch für den Bau eines Palettenhochbeetes entschieden, dafür aber auf die notwendigen Besonderheiten (Schtuzfarbe für außen, Folie für Innen) verzichtet und entsprechend auch das substrat so angepasst, dass das Hochbeet dennoch 2-3 Jahre bestehen bleiben kann.

Es bleibt dabei was ich damals geschrieben habe.

Mit wäre es auch völlig egal eine Hochbeet aus gebrauchten Europaletten (Tauschpaeltten) zu bauen und dies auch ohne zu wissen was darauf einst gelagert wurde. Schließlich soll innen eine Folie eingefügt werden und somit kommt die Erde mit dem substrat nicht in Kontakt. Ferner sind diese Rückstände lngst ausgewaschen.
Wenn extrem giftige Substanzen auf den Paletten ausgelaufen wären, dann wäre diese ohnedies entsorgt worden, daher finde ich nach wie vor deinen Einwand für eher unbedeutend.

Kernproblem am Palettenhochbeet bleibt, dass die Zusatzkosten
- Verbindungswinkel
- Schutzfarbe zum Streichen (dass billige Holz saugt sich regelrecht voll damit)
- Teichfolie für Innen
so hohe Nebenkosten verurssachen, dass sich Hochbeete aus Paletten nicht rentieren.

Für um die 200 € gibt es bereits witterungsresistentes Holz in der erforderlichen Menge, dazu braucht man dann nur noch einige Schrauben und fertig ist ein ca. 10-15 Jahre haltbares Hochbeet.

Nur weil ich, sowohl Paletten, Erde geschenekt bekam (mußte nur Anfahrt bezahlen), Winkel aus Konkursware billig erstanden und auf Farbe und Folie verzichtet habe, war in meinem Falle das Hochbeet aus Paletten trotz der Bedenken eine gute Wahl.
thomash
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Re: Hochbeete aus Paletten nicht zu empfehlen

Beitragvon Gartenhexe » 6. Mai 2012, 12:43

Interessanter Fred. :good:
Ich werde mir diesen Sommer auch ein Hochbeet aus 6 Europaletten bauen. Die Paletten sind niegelnagelneu, daher werde ich sie auch vorher mit Holzschutz behandeln. Bezahlt hab ich dafür ... nix. :greensmilies165:
Als Folie nehme ich die von meinem alten Gewächshaus, welches den letzten Sturm im November nicht überstanden hat, ich konnte es ein paar 100 Meter weiter auf der Nachbarswiese einsammeln. Wühlmausdraht steht auch schon länger in meiner Gartenhüte rum, nur Winkel muss ich noch kaufen. Als unterste Füllung werde ich auch Äste und anderes grobes Zeugs usw. nehmen, darüber wird mein frischer Komposthaufen zum weiteren verotten kommen, die dritte mein zweiter alter Komposthaufen, ist schon verrottet, darüber dann "normale" Erde und dann mal schauen, ob ich das Beet schon dieses Jahr direkt nutzen kann oder bis nächstes Jahr warten muss. Wahrscheinlich wirds aus Zeitgründen eher nächstes Jahr, aber dann kann sich die Erde schon was setzten.
Tu mal normal, dann tust du schon verrückt genug.
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Re: Hochbeete aus Paletten nicht zu empfehlen

Beitragvon Gartensummse » 6. Mai 2012, 12:52

Ich muß dir leider wiedersprechen,selbst beschädigte Europaletten werden in der Regel wieder instand gesetzt und nicht weggeschmissen.
Da gibt es sogar Betriebe für die sich auf Palettenhandel und Reperatur spezialisiert haben.
Die Dinger sind einfach in der Neubeschaffung zu teuer und glaube mir, ich weiß wovon ich rede!
Schließlich fahre ich über zwanzig Jahre LKW im Speditionsbetrieb und Stahlhandel.

Holz nimmt Substanzen auf und kann sie auch wieder ausdünsten, da hilft auch keine Folie die nur den Bodenkontakt verhindert!

Du streichst ja auch keine Holzflächen mit Farben und Lacken die giftige Substanzen enthalten oder?
Ich denke da nur an den Skandal von Xyladecor, wo ausgasende Gifte die Menschen krank machte.

Mein Rat, lasst die Finger von gebrauchten Europaletten wenn euch Eure Gesundheit lieb ist!

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Re: Hochbeete aus Paletten nicht zu empfehlen

Beitragvon thomash » 6. Mai 2012, 13:38

Was ich meinte ist, dass wenn hochgiftige substanzen ausgetreten wären hätten diese bereits von Gesetz wegen entsorgt werden müssen.

Aber wie dem auch sei, gebe ich Dir vollkommen Recht Europaletten sind selbst als gebraucht zu teuer, als dass sich der Aufwand lohnen würde. Und selbst bei Einwegpaletten darf man die zusätzlichen Kosten für Farbe, Teichfolie etc nicht vergessen und damit werden Hochbeete aus Paletten generell nicht mehr so rentabel wie es auf den ersten Blick erscheinen mag.

Alternativ empfehle ich Hochbeete aus Douglasie zu machen, da diese zu den nachwachsenden Hölzern zählen und teilweise sogar bereits in Deutschland angebaut werden. Douglasie ist vergleichsweise billig im Gegensatz zum Lärchenholz.
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Re: Hochbeete aus Paletten nicht zu empfehlen

Beitragvon thomash » 6. Mai 2012, 15:29

Gartenhexe hat geschrieben:Interessanter Fred. :good:
Ich werde mir diesen Sommer auch ein Hochbeet aus 6 Europaletten bauen. Die Paletten sind niegelnagelneu, daher werde ich sie auch vorher mit Holzschutz behandeln. Bezahlt hab ich dafür ... nix. :greensmilies165:
Als Folie nehme ich die von meinem alten Gewächshaus, welches den letzten Sturm im November nicht überstanden hat, ich konnte es ein paar 100 Meter weiter auf der Nachbarswiese einsammeln. Wühlmausdraht steht auch schon länger in meiner Gartenhüte rum, nur Winkel muss ich noch kaufen. Als unterste Füllung werde ich auch Äste und anderes grobes Zeugs usw. nehmen, darüber wird mein frischer Komposthaufen zum weiteren verotten kommen, die dritte mein zweiter alter Komposthaufen, ist schon verrottet, darüber dann "normale" Erde und dann mal schauen, ob ich das Beet schon dieses Jahr direkt nutzen kann oder bis nächstes Jahr warten muss. Wahrscheinlich wirds aus Zeitgründen eher nächstes Jahr, aber dann kann sich die Erde schon was setzten.


In diesem Fall ist der Hochbeetbau geradezu ideal:)

Altes Material verbauen, welches sonst nur unnütz herumliegt.

Ein Tipp, evt lohnt sich ein grundieren des Holzes vor dem Streichen, das könnte viel teure Farbe sparen helfen.
Erkundige dich mal im Fachmarkt.

Wenn es fertig ist wollen wir natürlich Bilder sehen *lach*
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