Sobralia macrantha

... pilzliche, virale & bakterielle Pflanzenerkrankungen!

Moderator: Svenson

Sobralia macrantha

Beitragvon Lafis » 5. Jan 2014, 21:12

Guten Abend,
meine Sobralia macrantha zeigt schwarze kreisrunde Flecken, zuerst sind diese im gegenlicht nur Aufhellungen im Blattgrün, später werden diese gelblich und werden schwarz, ohne das jedoch die Blattstruktur verändert wird.
Meine anderen Orchideen zeigen ein ähnliches Bild, v.a. Phalaenopsis. Hier sinken die Flecken jedoch ein und werden gelblich/gräulich. Ich vermute eine virale Erkrankung. Hat jemand schon Erfahrungen mit Ackerschachtelhalm gemacht oder jemand einen Tipp wie man die Pflanzen stärken kann?

Vielen Dank im Voraus.

Euer Lafis
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Re: Sobralia macrantha

Beitragvon hoernchen61 » 5. Jan 2014, 21:28

es gibt verschiedene Möglichkeiten
Auszug aus hier


Z.B.Pilzinfektion
Die Flecken sind braun oder schwarz, meist (aber nicht immer) eingesunken aber trocken und breiten sich aus:

Dabei handelt es sich wahrscheinlich um eine Pilzinfektion (Schwarzfleckenkrankheit) die durch Sprühen der Blätter oder zu hohe Wassergaben in der Ruhephase (meist verbunden mit Lichtmangel und Kälte) und zu hoher Luftfeuchte bei zu geringer Luftbewegung gefördert wird.

Behandlung: Die befallenen Blätter, soweit dies möglich ist, gründlich ab- oder ausschneiden, wobei die Schnittwerkzeuge vorher und nachher desinfizieren werden sollten. Befallene Pflanzen sollten isoliert gehalten werden, bis sich die Krankheit nicht weiter ausbreitet. Danach müssen die Kulturbedingungen verbessert werden: Das Sprühen sollte zunächst ganz eingestellt werden, die Luftfeuchte gesenkt und für mehr Frischluft gesorgt werden.

Bei besonders starkem Befall kann ein im Fachhandel erhältliches Breitbandfungizid gesprüht werden. Es gibt mehrere Erregerpilze die Flecken verursachen, so dass nicht jedes Fungizid wirklich hilft.

Als Alternative zum chemischen Fungizid lässt sich in vielen Fällen Zimt gegen Pilze einsetzen: ein Teelöffel gemahlener Zimt wird dazu in einer kleinen Tasse mit Wasser vermischt. Durch intensives Rühren entsteht eine Suspension, die dann mit einem breiten Pinsel großzügig auf die Blätter aufgebracht wird. Dabei sollten nicht nur die befallenen Blätter, sondern die ganze Pflanze behandelt werden. Ist der Pilzbefall geheilt, kann der Zimt mit Wasser abgespült werden.

Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz eines Knoblauchsuds gegen Pilze: Den Sud stellt man her, in dem man ca. 4-5 Zehen zerdrückt und dann mit 0,5 l Wasser aufbrüht. Das Wasser sollte zum Sieden erhitzt werden und dann über den Knoblauch gegossen werden, wenn es gerade nicht mehr kocht. Das ganze ca. 4 Stunden (oder über Nacht) ziehen lassen, filtrieren (z.B. über einen Kaffeefilter) und dann unverdünnt sprühen oder mit einem Pinsel auf die Blätter aufgetragen. Einen Teil der Brühe sollte man dem Giesswasser zusetzen, um Pilze auch im Boden abzutöten. Die Geruchsbelästigung hält sich in Grenzen.

Eine weitere Behandlungsgmöglichkeit ist das Bestreuen der Flecken mit Holzkohlepulver.

oder Bakterieninfektion
Zunächst kleine, braune, eingesunken, scharf abgegrenzt Flecken ohne hellen Rand. Das Gewebe in und um die Flecken ist manchmal feucht und/oder schleimig. Die Flecken werden grösser, schließlich wird das befallene Blatt gelb und fällt ab. Besonders anfällig scheinen (weichlaubig) Phalaenopsen zu sein.

Betroffene Pflanzen sind SOFORT zu isolieren, da diese Krankheit hochgradig ansteckend ist. Jeder Kontrakt mit anderen Pflanzen ist zu vermeiden. Bakterien verbreiten sich vor allen in den Wintermonaten, wenn wenig Licht auf die Orchideen trifft. Eine Behandlung der Pflanzen ist schwer und arbeitsaufwendig: Der Kulturraum ist leerzuräumen, ALLES muss gründlich desinfiziert werden (z.B. mit H2O2). Pflanzen mit und ohne Symptome müssen mehrmals getrennt voneinander in einem geeigneten Desinfektionsmittel getaucht werden - nicht spritzen, da Bakterienkeime mit dem Spritzwasser schnell verteilt werden. Alle Töpfe sind gründlich zu desinfizieren - oder wegzuschmeißen! Bei den befallenen Pflanzen müssen die Schadstellen großzügig weggeschnitten werden. Das Werkzeug nach JEDEM Schnitt abflammen! Zwischendurch müssen auch immer wieder die Hände desinfiziert werden.

aber vielleicht hat Sven ja auch noch Ideen
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Re: Sobralia macrantha

Beitragvon Svenson » 5. Jan 2014, 22:54

Hi Lafis,
na da hast Du ja schnell hergefunden. :mrgreen:
Hast Du mal ein Gesamtbild der Pflanze?

Wie schon heute gesagt, zum Herbst und Winter haben das Sobralien häufiger bei Lichtmangel.
Wenn sie einen Virus in sich haben, tritt der meist nur auf, wenn die Pflanze geschwächt ist und später verschwindet es im Frühjahr wieder. Zwar hat man dann an den Alttrieben eben diese unschönen Stellen, aber es wächst sich raus.
Wie schon gesagt, Kieselsäure stärkt die Pflanze zudem gut. Daher der Ackerschachtelhalmtipp. :good:
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