Experiment: Das wilde Gemüsebeet

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Experiment: Das wilde Gemüsebeet

Beitragvon thomash » 12. Feb 2013, 20:49

In diesem Jahr möchte ich das erfolgreiche Experiment der Mischkultur des Vorjahres weiter ausweiten.

Zielsetzung:
Einige Beete sollen noch wilder werden, indem in diesen Beeten zwischen 4-10 Gemüsesorten bunt durcheinander stehen.

Gute und Schlechte Nachbarn:
Je wilder die Beete werden, desto schwieriger wird es auch sich um gute und schlechte Nachbarn zu kümmern. Auch auf Folgekultur kann in dem Zusammenhang keine Rücksicht mehr genommen werden, da man gar nicht mehr wissen kann, was im Vorjahr an der Stelle gestanden hat.
Natürlich wird dennoch versucht weitgehend gute Kominationen herbeizuführen, dies steht jedoch nicht mehr im Vordergrund.

Warum sind gute und schlechte Nachbarn in dieser Anbauweise nicht so wichtig?
Die meisten dürften wissen, was man unter guten und schlechten Nachbarn versteht.
So soll man z.b. keine Erbsen neben Bohnen setzen und keine Tomaten zu den Kartoffeln. Wer sich daran hält minimiert die Risiken von Ertragseinbußen.
Dabei wird aber gerne übersehen, dass auch Bohnen neben Bohnen und Erbsen neben Erbsen schlechte Nachbarn sind.
Es macht demnach keinen Unterschied ob ich nun in einer Reihe lauter Bohnen anbaue oder stattdessen Bohnen, Erbsen, Bohnen ....
Nach dieser Theorie ist die klassische Reihenkultur ein klarer Verstoß gegen die Regeln der guten und schlechten Nachbarn.

Wird nun das Beet bunt gemischt, kann es zufällig vorkommen, dass sich auch schlechte Nachbar wie Bohnen und Erbsen nebeneinander befinden.

Probleme dieser Anbauweise

Planen: Obwohl gar nichts vorgeplant wird, wird es doch erforderlich guten Kombinationen den Vorzug zu geben.

Aufwand: Diese Anbauweise ist weitaus aufwendiger als klassische Reihenkultur. Dies gilt nicht nur die Aussaat, sondern auch für Pflege, Ernte und für die Nachkultur.
z.b. muss man - um alle Tomaten hochzubinden - durch den gesamten Garten gehen, um auch die letzte Tomate im letzten Winkel noch zu pflegen. Auch Anhäufeln wie bei den Kartoffeln ist in dieser Anbauweise kaum möglich.

Unkraut jäten: Die Beet sind recht dicht bepflanzt und so fällt es sehr schwer dazwischen die Unkräuter auszumachen und zu beseitigen.

Gießen: z.B. Tomaten im Freiland brauchen nicht gegossen zu werden, während andere regelmäig ihr Wasser brauchen. Ist alles bunt gemsicht wird das richtige Gießen wird deutlich erschwert.

Ernten: Möchte man Erbsensuppe kochen muss man erst den ganzen Garten durchsuchen, ob überhaupt genügend Erbsen reif sind.

Nachkutur: Während das eine Gemüse bereits abgeerntet ist, bleibt das andere noch stehen.

Vorteile dieser Anbaumethode

Krankheiten und Schädlingsbefall wird durch diese Anbaumethode deutlich minimiert.

Übergreifen von Krankheiten und Schädlingen auf andere Pflanzen wird minimiert.

Optik

Weniger gießen, weil weniger Austrocknen kann

Höherer Ertrag, weil eine dichtere Bepflanzung möglich ist, und weil die Pflanzen sich besser entwickeln..

Ausführung
In einem so großen Nutzgarten wie meinem läßt sich dies nicht überall praktizieren, da der Aufwand zu hoch wäre. Daher können nur wenige Beete so bepflanzt werden.
thomash
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Re: Experiment: Das wilde Gemüsebeet

Beitragvon roswitha » 12. Feb 2013, 22:46

thomash, ich bin gespannt ob Dein Experiment etwas wird.

Sicher ist es ein Vorteil viele verschiedene Pflanzen auf ein Beet zu pflanzen, aber es hat auch Nachteile, die Du schon genannt hast.

Ich gebe zu ein bischen durcheinander ja, aber nicht zu viel. Ich habe die Erfahrung gemacht das gute und schlechte Nachbarn ihre Berechtigung haben. Durch dieses gewollte Durcheinander kann man nicht mehr genug darauf achten. Ein Beispiel sind Erbsen und Bohnen, stehen die zu dicht zusammen, erntet man von beiden nicht sehr viel.

Ich warte einfach ab, Du wirst ja sicher darüber berichten.

Liebe Grüße roswitha
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Re: Experiment: Das wilde Gemüsebeet

Beitragvon Gartensummse » 13. Feb 2013, 07:09

thomash hat geschrieben:In diesem Jahr möchte ich das erfolgreiche Experiment der Mischkultur des Vorjahres weiter ausweiten.

Zielsetzung:
Einige Beete sollen noch wilder werden, indem in diesen Beeten zwischen 4-10 Gemüsesorten bunt durcheinander stehen.

Gute und Schlechte Nachbarn:
Je wilder die Beete werden, desto schwieriger wird es auch sich um gute und schlechte Nachbarn zu kümmern. Auch auf Folgekultur kann in dem Zusammenhang keine Rücksicht mehr genommen werden, da man gar nicht mehr wissen kann, was im Vorjahr an der Stelle gestanden hat.
Natürlich wird dennoch versucht weitgehend gute Kominationen herbeizuführen, dies steht jedoch nicht mehr im Vordergrund.

Warum sind gute und schlechte Nachbarn in dieser Anbauweise nicht so wichtig?
Die meisten dürften wissen, was man unter guten und schlechten Nachbarn versteht.
So soll man z.b. keine Erbsen neben Bohnen setzen und keine Tomaten zu den Kartoffeln. Wer sich daran hält minimiert die Risiken von Ertragseinbußen.
Dabei wird aber gerne übersehen, dass auch Bohnen neben Bohnen und Erbsen neben Erbsen schlechte Nachbarn sind.
Es macht demnach keinen Unterschied ob ich nun in einer Reihe lauter Bohnen anbaue oder stattdessen Bohnen, Erbsen, Bohnen ....
Nach dieser Theorie ist die klassische Reihenkultur ein klarer Verstoß gegen die Regeln der guten und schlechten Nachbarn.

Wird nun das Beet bunt gemischt, kann es zufällig vorkommen, dass sich auch schlechte Nachbar wie Bohnen und Erbsen nebeneinander befinden.

Probleme dieser Anbauweise

Planen: Obwohl gar nichts vorgeplant wird, wird es doch erforderlich guten Kombinationen den Vorzug zu geben.

Aufwand: Diese Anbauweise ist weitaus aufwendiger als klassische Reihenkultur. Dies gilt nicht nur die Aussaat, sondern auch für Pflege, Ernte und für die Nachkultur.
z.b. muss man - um alle Tomaten hochzubinden - durch den gesamten Garten gehen, um auch die letzte Tomate im letzten Winkel noch zu pflegen. Auch Anhäufeln wie bei den Kartoffeln ist in dieser Anbauweise kaum möglich.

Unkraut jäten: Die Beet sind recht dicht bepflanzt und so fällt es sehr schwer dazwischen die Unkräuter auszumachen und zu beseitigen.

Gießen: z.B. Tomaten im Freiland brauchen nicht gegossen zu werden, während andere regelmäig ihr Wasser brauchen. Ist alles bunt gemsicht wird das richtige Gießen wird deutlich erschwert.

Ernten: Möchte man Erbsensuppe kochen muss man erst den ganzen Garten durchsuchen, ob überhaupt genügend Erbsen reif sind.

Nachkutur: Während das eine Gemüse bereits abgeerntet ist, bleibt das andere noch stehen.

Vorteile dieser Anbaumethode

Krankheiten und Schädlingsbefall wird durch diese Anbaumethode deutlich minimiert.

Übergreifen von Krankheiten und Schädlingen auf andere Pflanzen wird minimiert.

Optik

Weniger gießen, weil weniger Austrocknen kann

Höherer Ertrag, weil eine dichtere Bepflanzung möglich ist, und weil die Pflanzen sich besser entwickeln..

Ausführung
In einem so großen Nutzgarten wie meinem läßt sich dies nicht überall praktizieren, da der Aufwand zu hoch wäre. Daher können nur wenige Beete so bepflanzt werden.




Ich möchte ja keinen Unfrieden stiften WAYKOW/ thomash aber wo hast du denn das wieder abkopiert?
Das was da steht ist nonsens weil man es nicht verallgemeinern kann auf die unterschiedlichsten Klimazonen Deutschlands/Europas!
Wenn ich schon lese das Tomaten im Freiland nicht gegossen werden brauchen wird mir übel. :klopf:

Jetzt haben sie dich im Gartenforum gesperrt und schwupps schüttest du dich nach langer Abwesenheit wieder hier aus.
Gott steh uns bei! :-(
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Re: Experiment: Das wilde Gemüsebeet

Beitragvon thomash » 13. Feb 2013, 11:55

Gartensummse hat geschrieben:Ich möchte ja keinen Unfrieden stiften WAYKOW/ thomash aber wo hast du denn das wieder abkopiert?
Das was da steht ist nonsens weil man es nicht verallgemeinern kann auf die unterschiedlichsten Klimazonen Deutschlands/Europas!
Wenn ich schon lese das Tomaten im Freiland nicht gegossen werden brauchen wird mir übel. :klopf:

Jetzt haben sie dich im Gartenforum gesperrt und schwupps schüttest du dich nach langer Abwesenheit wieder hier aus.
Gott steh uns bei! :-(

Keine Sorge ... ich bin auch bald im alten Gartenforum wieder aktiv .... fragt sich allerdings wie lange. Aber ich denke die Inkometenz des Moderatorenteams vom Gartenforum sollte hier nicht das Thema sein.

Du hast recht - der Text ist kopiert - aber von meinem eigenen Original;)

Nun zu Dir:
Du willst keinen Unfrieden stiften, dann gebe ich Dir mal als Tipp persönliche Angriffe zu unterlassen, dann geht das recht einfach. Aber ich glaube kaum dass du dies in deinem Alter noch lernst, wenn du es nicht schon - wie die meisten - im Kindergarten beigebracht bekommen hast.

Zum Thema:
Das man Tomaten im Freiland nicht gießen soll, ist eines der wenigen Theorien, die mich sogar mit dem Tomatenpapst verbindet und dieser stammt aus einer deutlichen Niederschlags ärmeren Region.

Was viele nicht wissen gehört die Tomate zu den Tiefwurzlern. Sie kann bis zu 1m tiefe Wurzeln ausbilden. Allerdings tut sie dies nur dann, wenn es wenig Wasser gibt. Solange man die Tomate im Freiland regelmäßig giest, bildet diese nur sehr oberflächliche Wurzeln und ist demnach auch anfälliger in Trockenzeiten.

Wenn man konsequent die Tomaten im Freiland nicht giest, dann überlebt diese selbst längere Trockenperioden.

Einschränkung: In sandigen Böden kann dies jedoch ganz anderst sein und auch in der Wüste Sinai dürfte die eine oder andere Wassergabe hilfreich sein. Am besten ist es, wenn jeder für sich selber testet, wie oft eine Tomate im Freiland in seiner Region gegossen werden will. Dabei ist es hilfreich, dass Tomaten die Angewohnheit haben sehr deutlich zu zeigen wenn es ihnen zu trocken ist.

Bild
Das Bild zeigt eine eizelne Tomatenpflanze mit einer verdächtigen Schräglage.
Nach Wasser scheint diese nicht zu schreien, eher nach einem 3. Stock.
Mit 4,3 kg Ertrag gehörte diese 2012 zu einem meiner Spitzenreiter.
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Re: Experiment: Das wilde Gemüsebeet

Beitragvon Svenson » 21. Feb 2013, 22:04

Also dass Tomaten im Freiland nicht gegossen werden müssen, halte ich allerdings auch nicht für fachlich.
Wenn ich mal beispiel Sandboden nehme und volle Sonne. zumindest glaub ich nicht, dass das super gute Pflanzen gibt, zudem es auch von Sorte zu Sorte wieder nochmal anders ist.

Was ich nicht verstehe ist, wieso sich Krankheiten und Schädlingsbefall vermindern soll.
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Schamanenkraut und drei mal drei die Zauberei,
fertig ist der Kräuterbrei!

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Re: Experiment: Das wilde Gemüsebeet

Beitragvon lavendula » 24. Feb 2013, 12:23

Das verstehe ich auch nicht, finde es aber vom Ansatz her sehr interressant...
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Re: Experiment: Das wilde Gemüsebeet

Beitragvon roswitha » 24. Feb 2013, 22:25

Svenson, ich denke Krankheiten sollen vermindert oder verhindert werden, weil ja nicht so viele Pflanzen von einer Sorte auf ein Beet gepflanzt werden. So nach dem Prinzip steht auf jedem Beet nur eine Tomate und die bekommt dei K& B fäule, kann die entfernt oder gespritzt werden, bevor die andere Tomaten ansteckt. Das stetzt aber voraus, das man die Beete genau beobachtet.
Aber auch durch das Zusammenpflanzen von Möhren und Zwiebeln sollen die Möhren- und Zwiebelfliege verhindert werden.
Liebe Grüße roswitha
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