Gut oder doch der falsche Weg?

... z.B. Nützlingsinsekten, welche gegen andere Schadinsekten eingesetzt werden können.

Moderator: Svenson

Gut oder doch der falsche Weg?

Beitragvon Gartensummse » 7. Dez 2011, 09:46

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Re: Gut oder doch der falsche Weg?

Beitragvon Svenson » 7. Dez 2011, 09:51

Guten Morgen Gartensummse!

Also der Ansatz diese als Nützlinge einzusetzen war sinnvoll, allerdings hätte man doch besser beobachten sollen und testen sollen, für mich muss ich sagen, dass hier etwas extrem schiefgelaufen ist.

Im Tier- und Pflanzenreich ist hier eh einiges schiefgelaufen, wobei ich sowieso als Gärtner mich derbe an der Grenze befinde.
Immerhin ziehe und züchte auch ich seltene und besondere Pflanzen, die nicht gerade hier wachsen. Ist ne gute Frage und eine Diskussion ohne Ende denke ich. :1244:
Schamane an Board!
Krötenfuß und Schneckenschleim,
Schamanenkraut und drei mal drei die Zauberei,
fertig ist der Kräuterbrei!

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Re: Gut oder doch der falsche Weg?

Beitragvon sharimaus » 7. Dez 2011, 10:16

Summse,das Thema ist interessant und wahrscheinlich auch sehr sehr lange diskutierbar....
es tauchen ja überall Pflanzen und Tiere auf,die irgendwann mal aus Eigennutz oder (Schädlingsbekämpfer)eingeschleppt wurden---ohne groß darüber nachzudenken,wie sehr unsre heimische Flora und Fauna A: dadurch verdrängt wird
B:ausstirbt

aber das ist nicht nur das Problem unserer Zeit,das fing ja schon damals bei der Schiffahrt an,als die Kontinente nach und nach entdeckt wurden,da wurden auch von überall her Pflanzen und Tiere mitgenommen und konnten sich unkontrolliert vermehren.

Ich glaube,daß wir da nicht allzu viel dagegen ausrichten können,obwohl ich selber das Springkraut,unwiderruflich vernichte,wenn es mir irgendwo unterkommt,irgendwo muß man ja anfangen (grins)
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Re: Gut oder doch der falsche Weg?

Beitragvon Venus » 7. Dez 2011, 10:18

Ich kann mir nicht vorstellen, dass das im Auge des Erfinders lag, unsere einheimische Art zu verdrängen. Die haben bestimmt nur den nutzen gesehen und sich gar keinen Kopf darüber gemacht, wie sich das im laufe der Zeit entwickelt.
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Re: Gut oder doch der falsche Weg?

Beitragvon Billabong » 7. Dez 2011, 10:43

Moin!

Ich tu mich schwer, da ich auch die eingewanderten Krabbler mag, da das Große Ganze zu sehen. Töten kann ich die eh nicht, die tun ja auch nur, wofür sie vorgesehen sind. Erst gestern hab ich einen im Klo gefunden, den hab ich in eine Ecke gesetzt und ihm gesagt, wenn er sich vor meinem Freund gut verborgen hält, kann er bei uns überwintern, er soll halt nix seinen tausend Kumpels sagen, die waren nämlich auch schon da und haben angeklopft.

Summse, was die menschliche Politik angeht, halte ich es für den falschen Weg, da mit den genannten Mitteln einzugreifen. Ich finde, das hat sich schon oft bewiesen, wie ja einige weiter oben an beispielen verdeutlichen.
Und du?

Die Verdrängung der einheimischen Marienkäfer find ich ebenfalls nicht gut. Ich habe dieses Jahr genügend von beiden Arten sichten können und bin da noch zuversichtlich, allerdings nur aufgrund meiner persönlichen Beobachtung, nicht anhand von wissenschaftlichen Ergebnissen.

Jetzt stehen wir da und sollen gucken, ob wir die eingewanderten Käfer vernichten müssen, damit die einheimische wieder genug Platz und Futter findet...na toll. Diese Entscheidung könnte ich nicht treffen, dafür bin ich zu sehr auf "Leben und leben lassen" gepolt.

Grüßle
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Re: Gut oder doch der falsche Weg?

Beitragvon Nina » 7. Dez 2011, 10:49

Der Mensch hat sich auch von Afrika ausgehend über die ganze Erde verteilt. Ob das allen Tieren gefallen hat? bezweifel ich,
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Re: Gut oder doch der falsche Weg?

Beitragvon Farnese » 7. Dez 2011, 13:18

Und genau das ist der Punkt. Wir können auf dieser Welt jedes, aber auch JEDES Thema betrachten: Es läuft immer darauf hinaus, dass sich die Großen die Taschen vollstopfen. Kein Politiker oder Industrieller dieser Welt interessiert sich auch nur im entferntesten für die Umwelt oder die Menschen als Teil derselben.
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Re: Gut oder doch der falsche Weg?

Beitragvon Gartensummse » 7. Dez 2011, 14:30

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Re: Gut oder doch der falsche Weg?

Beitragvon faustusnight » 7. Dez 2011, 14:36

jetzt sind die halt da,diese marienkäfer.das ist nicht mehr zu ändern.
machen die außer beim wein noch schäden? ich hab das so gelesen,daß die menschen damit ein ästhetisches problem haben wenn die im haus überwintern.also das hätte ich nicht.die können ruhig bei mir überwintern.schliesslich tun sie ja nix,vor allem im winter.
liebe grüße,fausti
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Re: Gut oder doch der falsche Weg?

Beitragvon sharimaus » 7. Dez 2011, 18:55

Fausti,das mit dem Überwintern dieser kleinen Krabbler ist so eine Sache:
meine Freundin hat vor 4 Jahren ein Haus gebaut,ganz toll mit Galerie und innen die Räume offen etc. und im letzten Jahr kamen hunderte von den Marienkäfern reingeflogen,um da drin zu überwintern....

Ich hätte es nicht geglaubt,wenn ich es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte----die Raumdecke bestand nur noch aus diesen Krabblern,das war echt unheimlich,sogar ihr Hund hat sich davor gefürchtet.

Wir haben hin und her überlegt,was wir in dem Fall machen sollen,bis wir uns für einen Laubbläser entschieden haben und da wir die Tierchen auch nicht verletzen wollten,mußten wir sehr vorsichtig vorgehen------6 Stunden haben wir dafür gebraucht,aber wir haben die unverletzt aus dem Haus bekommen. :rauchen: :rauchen:
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Re: Gut oder doch der falsche Weg?

Beitragvon Nina » 7. Dez 2011, 19:10

Mit überwinternden Käfern habe ich noch keine Erfahrung gemacht, vielleicht sind sie mit der Scheune zufrieden. Im Sommer waren viele im Garten, mit den einheimischen zusammen. Als wir vor drei Wochen unsere Kiwis geerntet haben fand ich unter den Blättern Horden von heimischen Marienkäfern, so wie immer. Auch im Laufe des Sommers hatte ich nicht den Eindruck, es würden weniger.
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Re: Gut oder doch der falsche Weg?

Beitragvon sharimaus » 7. Dez 2011, 21:12

Dirk,das ging bei meiner Freundin leider nicht----ich hab dir ja beschrieben,daß sie offenen Räume hat,also auch nach oben hin...das heißt auch nach oben in das Stockwerk ists offen in die Galerie.
Das sind soooo hohe Raumdecken,daß du nicht mal mit einer Riesenleiter drankommst,deshalb mußten wir das leider mit dem Laubsauger lösen. :1157: :1157:
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Re: Gut oder doch der falsche Weg?

Beitragvon roswitha » 7. Dez 2011, 22:25

Hallo Gartensummse,

ich denke das Problem läßt sich nicht mit der Chemiekeule lösen, weil ich mir nicht vorstellen kann das damit nur die eine Art abgetötet wird und wie soll man es Flächendeckend aufbringen?
Ein Freund der Chemiekeule bin ich selber nicht.

Ich denke wir werden mit dem Problem der eingeschleppten Pflanzen und Tiere leben müssen. Leider hat man gegen die Gewinnsucht der großen Unternehmen und gegen die Globalisierung keine Chanche.

Allerdings mag auf der anderen Seite auch fast jeder die Vorteile der Globalisierung, wer möchte schon auf Orangen, Bananen u.ä. verzichten. Wer kann sagen, in meinem Haushalt befindet sich kein Gegenstand der in Asien produziert wurde?

Im seinem Garten kann jeder etwas tun, in dem man z.B. das Springkraut konseqent bekämpft. Ich möchte aber nicht die eingewanderten Käfer töten, aber man kann den Käfer (vor allem den einheimischen) einen lebensraum bieten.

Liebe Grüße roswitha
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Re: Gut oder doch der falsche Weg?

Beitragvon Gartensummse » 8. Dez 2011, 08:35

roswitha hat geschrieben:Hallo Gartensummse,

ich denke das Problem läßt sich nicht mit der Chemiekeule lösen, weil ich mir nicht vorstellen kann das damit nur die eine Art abgetötet wird und wie soll man es Flächendeckend aufbringen?
Ein Freund der Chemiekeule bin ich selber nicht.

Ich denke wir werden mit dem Problem der eingeschleppten Pflanzen und Tiere leben müssen. Leider hat man gegen die Gewinnsucht der großen Unternehmen und gegen die Globalisierung keine Chanche.

Allerdings mag auf der anderen Seite auch fast jeder die Vorteile der Globalisierung, wer möchte schon auf Orangen, Bananen u.ä. verzichten. Wer kann sagen, in meinem Haushalt befindet sich kein Gegenstand der in Asien produziert wurde?

Im seinem Garten kann jeder etwas tun, in dem man z.B. das Springkraut konseqent bekämpft. Ich möchte aber nicht die eingewanderten Käfer töten, aber man kann den Käfer (vor allem den einheimischen) einen lebensraum bieten.

Liebe Grüße roswitha


Hallo roswitha,
ich denke sowieso nicht das es Sinn macht den einmal etablierte Tiere mit der Chemiekeule auszurotten.
Das Kind ist nunmal in den Brunnen gefallen und nun haben wir nunmal dieses Problem.

Vielmehr geht es mir darum ,das jeder Gartenliebhaber vielleicht etwas sensibler wird und besser überlegt was er da in Gang setzt denn gewerbliche Nutzer erreichen wir hier sowieso nicht.
Ich hab ja nicht gesagt das ich die kleinen Krabbler nicht mag !
Was mir Kopfzerbrechen macht ist das Problem das eine einheimische Art in Bedrängung kommt und evtl. den Kürzeren zieht.
Ich denke sowieso das die asiatischen Marienkäfer nur zum kleinen Teil durch private Gartenbesitzer verbreitet wurden.
Der größere Teil wird vermutlich durch gewerbliche Erzeuger eingesetzt.

Naturschutz aber beginnt im Kleinen und da kann jeder von uns zu beitragen!

lg Clarissa
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Re: Gut oder doch der falsche Weg?

Beitragvon Billabong » 8. Dez 2011, 09:23

Moin,

es liegt ja in der Natur des Menschen ständig eine Verbesserung eines Zustandes zu erreichen.

Summse, genau, da liegt der Hase im Pfeffer. Einerseits ist es gut und erstrebenswert, voranzuschreiten und verbessern zu wollen, andererseits scheint man vergessen zu haben, wir sorgfältig man Risiken abwägen muss und wie viele Faktoren man mit einkalkulieren muss.

Die Frage ist nur ob es der richtige Weg ist , unter dem Deckmantel "biologischer Pflanzenschutz" ,international ein Tier zu verbreiten, das einheimische Arten verdrängt.
Ich will nicht damit sagen das ich die Kleinen nicht mag oder sogar darauf aus bin sie zu vernichten aber sollte der Mensch nicht intensiver darüber nachdenken ,was er da anschiebt?

Absolut.

Bei uns fallen übrigens auch die asiatischen Marienkäfer in Massen ein und müssen draußen gehalten werden.

Ich hab' im Frühjahr bei der Läuseplage kurzerhand einheimische Marienkäfer gesucht und in unseren Garten "eingeschleppt" und im Laufe des Jahres auch ein, zwei Käfer wiedergesehen. Ist nicht viel, aber vielleicht sind ja welche geblieben und haben für Nachwuchs gesorgt, wer weiß.

Grüßle
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Re: Gut oder doch der falsche Weg?

Beitragvon roswitha » 9. Dez 2011, 00:11

Gartensummse hat geschrieben:Hallo roswitha,
ich denke sowieso nicht das es Sinn macht den einmal etablierte Tiere mit der Chemiekeule auszurotten.
Das Kind ist nunmal in den Brunnen gefallen und nun haben wir nunmal dieses Problem.

Vielmehr geht es mir darum ,das jeder Gartenliebhaber vielleicht etwas sensibler wird und besser überlegt was er da in Gang setzt denn gewerbliche Nutzer erreichen wir hier sowieso nicht.

Naturschutz aber beginnt im Kleinen und da kann jeder von uns zu beitragen!

lg Clarissa



Hallo Gartensummse,

ich hatte Deinen Beitrag auch genauso verstanden.
Jeder kann seinen kleinen Beitrag zum Naturschutz leisten.

Liebe Grüße roswitha
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